Skoliose-Behandlung: Wann ist eine Therapie sinnvoll?

Dr. Helfenstein in der Orthopädischen Praxis in Essen

Orthopädie-Kolumne September 2018
von Dr. med. Andreas Helfenstein, Orthopäde in Essen

Die Skoliose – oder umgangssprachlich Wirbelsäulenverkrümmung – ist eine seitliche Verbiegung der Wirbelsäule bei gleichzeitiger Verdrehung der Wirbelkörper. Dadurch wird die Beweglichkeit eingeschränkt. Problematisch ist meist, dass die Verformung dauerhaft besteht, nicht durch bestimmte Körperhaltungen ausgeglichen werden kann und während des Wachstums bei Kindern oftmals zunimmt.

Gute Behandlungsmöglichkeiten bei rechtzeitigem Erkennen einer Verkrümmung

Kleine Abweichungen von der Norm einer geraden Wirbelsäule sind häufig und werden oftmals gar nicht erkannt. Stärkere Verformungen der Wirbelsäule sind jedoch schon äußerlich meist nicht zu übersehen: einseitig tiefer hängende Schultern, ein Beckenschiefstand oder ein kürzer wirkendes Bein können Folgen einer Skoliose sein. Bei unbehandelten Skoliosen nehmen die damit verbundenen Beschwerden im Lauf der Zeit zu bis hin zu Funktionseinschränkungen von Organen.

Deshalb gilt: Je früher die Verkrümmung erkannt wird, desto besser sind die Behandlungsmöglichkeiten. Vor allem im früheren Kindesalter lassen sich Skoliosen durch gezielte Therapien und Übungen gut in den Griff bekommen.

Die Therapie der Skoliose ist konservativ gut möglich

Wer bei Kindern eine Skoliose bemerkt, ist gut beraten, sich einem Orthopäden vorzustellen. Denn zunächst gilt es zu unterscheiden zwischen den so genannten idiopathischen Skoliosen, bei denen die Ursachen unklar sind und Skoliosen, die aufgrund einer bestimmten Vorerkrankung entstehen.

Unser Orthopäden-Team von orthoplus in Essen informiert Sie als Patienten oder Angehörige immer umfassend über die verschiedenen Behandlungsmethoden je nach individuellem Fall. Bei geringgradigeren Krümmungen empfehlen wir  zunächst spezielle physiotherapeutische Übungen und regelmäßige Kontrollen. Manchmal, vor allem bei stärkeren Verkrümmungen und einer Verschlechterung des Bildes, kann auch eine Korsettbehandlung ratsam sein. In sehr seltenen Fällen sollte operativ Abhilfe geschaffen werden. Dazu raten wir jedoch erst nach Ausschöpfen sämtlicher konservativer Behandlungsmöglichkeiten.

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